I’m alive

29 05 2008

Ja ich bin noch hier.  Und ich bin total happy, weil ich es jetzt tatsächlich geschafft habe alle vier Abiturprüfungen hinter mich zu bringen. Die Ergebnisse bekomme ich zwar erst nächste Woche, aber ich bin der Meinung, dass es im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut gelaufen ist. Mann, das ist der Wahnsinn. Wenn ich jetzt bestanden habe dann bin ich FREI. Endlich muss ich dann nie wieder einen Fuß in diese Müllhalde von Schule setzen. 13 Jahre habe ich mir das gewünscht und jetzt ist es endlich so weit. Ich kann es gar nicht so richtig fassen.

Jetzt wo ich bei ‚Beschäftigung‘ bald nicht mehr ‚Schüler‘ sondern ‚Arbeitslos‘ ankreuzen muss habe ich bestimmt auch wieder mehr Zeit die ich meinem verwaisten Blog widmen kann.

Also stay tuned





Downhill

3 05 2008

Letzte Woche war wirklich seltsam. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich jeden Morgen kurz nach Fünf aufwache. Dabei ist es eigentlich egal wann ich am Vorabend einschlafe. Aber ich bin eigentlich nicht wirklich müde. Lange Zeit habe ich mich ja über allgemeine Müdigkeit wegen der Antidepressiva beklagt… das Problem habe ich zur Zeit zumindest nicht. Ich habe auch keine Ahnung, woher die Schlaflosigkeit kommt – vielleicht macht es einigen Arealen meines Gehirns Spaß, ab und zu mal auszufallen.

Außerdem habe ich jetzt den schriftlichen Teil meines Abis hinter mir, worüber ich echt froh bin. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass ich mir im Vorfeld zu viel Stress gemacht habe. Aber es hat ja auch jeder immer gesagt „oh Gott Abi, da muss man ja den ganzen Tag lernen!“ Absolut übertrieben… die eine Prüfung hätte ich wahrscheinlich auch geschafft ohne überhaupt etwas zu lernen. Dazu war ich noch an allen drei Tagen mindestens eine Stunde früher fertig und hatte also jede Menge Zeit alles noch mal genau durchzugehen. Also ich denke die Chancen stehen ganz gut, dass ich vielleicht doch über 4,0 komme.

Wenn ich mir so meinen Blog ansehe, dann fällt mir meine Tendenz auf konkrete Anekdoten aus meinem Leben zu vermeiden und eher allgemeine Gedanken aufzuschreiben. Eigentlich wollte ich es andersherum machen. Ich denke mir auch oft „ja, darüber muss ich unbedingt schreiben,“ aber wenn ich es dann versuche ist mein Kopf leer. Vielleicht liegt es daran, dass für mich alles nur von Bedeutung ist, solange es anhält. Worauf kommt es an bei den Dingen, die man erlebt? Ich denke auf das, was man dabei fühlt. Vor ein paar Tagen habe ich zum Beispiel versucht, über diese Nacht letztes Wochenende zu schreiben. In dieser Nacht war ich der Meinung, es wäre eine der schlimmsten meines Lebens gewesen; als ich darüber schreiben wollte, das Gefühl transportieren wollte, war da aber nichts mehr. Alles was ich hätte tun können, war unbeholfen zu beschreiben, wie in einem Bericht, irgendwie teilnahmslos. Gefühle bleiben einfach nicht bei mir. Wenn überhaupt müsste ich darüber schreiben, solange ich sie noch wahrnehme, aber dann bin ich entweder bei guten zu überdreht und bei schlechten zu niedergeschlagen um mich mit dem Blog zu beschäftigen. Vielleicht kenne ich deswegen keine anderen Borderline-Blogs… sie wurden aufgegeben, weil es schwierig ist, etwas aufs Papier zu bringen, was sich im eigenen Kopf schon weigert, irgendeine erfassbare Form anzunehmen.

Und damit hätten wir wieder einen Beitrag mit allgemeinen Gedanken…