Pull the pin

25 06 2008

For the last few days I’ve been dead tired which bothers me a lot because I’m normally a very outgoing person. Last week I was quite hyper and wound up… but now I’m lying in bed watching the days go by. What’s weird is that most of the time, the mind won’t let me fall asleep although the body craves for it. And it’s the same way at night. It doesn’t really matter when I go to bed, my eyes just won’t stay shut before midnight or later – and on the next morning they will fling open again at five o’clock.

Back in the days when I still had something like a creative drive, I wrote this song for a band that never came into existence… I guess it would have needed a lot of refinement or our band wouldn’t have lasted long. Anyway, here is one of the stanzas that I think fits what’s been going on lately.

When I lay down my head starts taking of
Spinnin’ round till I want to take it off
Vesicles they leak inside my brain
Pull the pin, if you can’t pin in my brain





From the blind alleys

18 06 2008

Gelöschter Eintrag.

Es handelte sich um nicht fiel mehr als eine nutzlose Aneinanderreihung von Phrasen; total kontraproduktiv. Denn die Aussage hätte sich auch in dem Satz zusammenfassen lassen „Es geht mir scheiße.“ Oder besser gesagt ging. Also bis später, wenn ich wieder etwas einigermaßen sinnvolles zu sagen habe.





Fallen leaves in the night

16 06 2008

Ich hatte am Wochenende eine interessante Nacht.

Ich war in der Stadt mit zwei Freunden verabredet und um zu unserem Treffpunkt zu gelangen lag eine Bus-und U-Bahnreise vor mir. Als ich an der ersten Haltestelle wartete, sprach mich ein arabisch aussehender Mann an. Er konnte so gut wie kein deutsch und fast kein Englisch. Aber ich verstand, dass wir das gleiche Ziel hatten. Als der Bus kam versuchte ich ihm mitzuteilen, dass es der richtige war und so stieg er mit mir ein. Er diskutierte eine Weile mit dem Busfahrer, doch es war klar, dass der ihm den Weg nicht verständlich erklären konnte.

Als wir die Haltestelle an der U-Bahnstation erreichten, bedeutete ich dem Mann auch auszusteigen und mir zu folgen. Er wiederholte dabei immer wieder seinen Zielort, wahrscheinlich war er unsicher, ob ich überhaupt verstanden hatte wohin er wollte, oder ob er mir vertrauen konnte. In der U-Bahn saßen wir uns gegenüber und ich versuchte, irgendeine Art von Konversation zu machen. Ich erfuhr, dass er Iraner war. Die meiste Zeit nickten wir uns zu und lächelten höflich.

Als wir am Bahnhof ankamen hatte ich mein Ziel erreicht, doch er machte mir klar, dass seines in weiterer Ferne lag. Er zeigte mir eine Fahrkarte und deutete auf den Namen des Abfahrtbahnhofes; irgendein Ort den ich nicht kannte, aber wohl nicht in der Nähe. Wir gingen zu einem Fahrkartenautomaten, wie ich ihn selbst zum ersten mal sah, mit einem Touchscreen auf dem man den Namen des Zielortes eingeben konnte. Ich erledigte das für ihn, suchte aus den Geldscheinen, die er hervorholte den passenden heraus und präsentierte ihm das Ticket, das ihn bringen würde wohin er wollte, vielleicht hatte er dort Verwandte, Familie, keine Ahnung.

Ich begleitete ihn noch zum richtigen Gleiß und fragte den dortigen Schaffner ob es auch wirklich das richtige sei, denn ich gehöre zu den Leuten, die denken sie sind richtig und dann nach fünf Minuten Fahrt merken, dass sei im falschen Zug/Bus/U-Bahn sitzen. Deswegen wollte ich ganz sicher gehen, dass wir uns diesmal am richtigen der unzähligen Gleiße des gigantischen Bahnhofs befanden.

Ich versuchte ihm zu sagen, dass er hier warten müsse, und dass sein Zug bald eintreffen würde. Als er mir auf die Schulter klopfte, wir uns sogar umarmten, wusste ich, dass er verstanden hatte. Dann ging ich die Treppen hinunter um meine Freunde zu treffen, und er war weg. Ich hoffe, dass er sein Ziel erreicht hat.

Später erzählte ich meinen Freunden (oder besser Bekannten) eine Kurzfassung der Geschichte. Sie lachten und sahen mich herablassend an, als würden sie dies für eine weitere lächerliche Episode unter all den Peinlichkeiten halten, die sie schon mit mir erleben mussten.

Nachdem wir nicht in den Club kamen, in den sie wollten, weil das Eintrittsalter an Samstagen offenbar 21 betrug, war die Nacht für die beiden so ziemlich gelaufen. Gegen ein Uhr winkten sie mir aus dem Bus zu, der sie nach Hause brachte. Aber ich blieb. Ich weiß nicht ob die Leute, mit denen ich mich umgebe, einfach zu verpennt und träge sind, oder ob ich einfach zu schlaflos bin, als dass sie mit mir mithalten könnten. Auf jeden Fall wollte ich bleiben. In der Stadt, wo die Lichter niemals ausgehen, fühlte ich mich wohler als in dem Vorort, in dem um Mitternacht die Ampeln abgeschaltet werden.

Das Problem mit Leuten die man schon länger kennt ist, dass man mit ihnen kaum neue Wege gehen kann, zumindest nicht mit denen die ich kenne. Es sind immer die selben Clubs, die selben Bars. Meine Bekannten finden es unpassend, auf der Straße Leute anzusprechen. Aber nachdem sie weg waren hab ich auf die Art zumindest eine wirklich nette Bar entdeckt, in einer Kellerdisco mit ein paar Studenten einen drauf gemacht, Nummern ausgetauscht, zu Musik getanzt, die so alternativ war, dass mir keine Beschreibung einfällt. Hätte ich in dem Club, in den wir eigentlich vorhatten zu gehen so getanzt, wäre ich wahrscheinlich rausgeworfen worden. Dieser Keller war nicht durchgestylt und kühl, er war auch nicht groß, aber er war offen.

Als es anfing Tag zu werden begleitete ich noch ein irisch-stämmiges Pärchen nachhause. Dabei taten wir so als könnten wir kein deutsch.

Gegen 6 Uhr saß ich in einem kleinen Restaurant, das mir jemand empfohlen hatte. Dort wurde Frühstück serviert für die Schichtarbeiter, die Barkeeper und die Schlaflosen. Ich hätte nie gedacht, dass es einen Laden gibt der um die Zeit geöffnet hat. Es war sehr voll, aber man setzte sich dort einfach irgendwo dazu. So unterhielt ich mich mit einer Frau, etwa so alt wie meine Mutter, über Rockfestivals, während am Nebentisch einige Transvestiten unter Gelächter ihre Pommes Rotweiß aßen.

Dann machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof, um gegen 7:50 einen Zug nachhause zu erwischen. Unterwegs gabelte ich einen sehr betrunkenen Mann auf, der im Eingang einer Disco lag, die schon seit einiger Zeit geschlossen haben musste. Als ich ihn fragte ob alles in Ordnung sei kam er zu sich und schüttelte den Kopf. Ich wusste nicht genau was ich tun sollte. Auf jeden Fall wollte er keinen Krankenwagen. Stattdessen bat er mich, ihn in ein Taxi zu setzen. All das artikulierte er allein durch Nicken und Kopfschütteln. Er sprach die ganze Zeit kein Wort, weder als er sich auf meine Schulter stützte und wir im Zickzackkurs die Straße hinab torkelten, noch als der Fahrer des Taxis, das ich anhielt ihn fragte, wohin er wollte. Aber wir erfuhren seine Adresse schließlich, als er uns seinen Personalausweis zeigte. Als das Taxi um die Ecke bog kam ich mir vor wie der Retter der verlorenen Seelen. Er war immerhin schon der Zweite, dem ich in dieser Nacht geholfen hatte irgendwohin zu kommen. Ich hab es getan weil ich weiß wie es sich anfühlt allein und verlassen zu sein und sich sehnlich zu wünschen irgendjemand würde kommen und einen nach Hause bringen.





Manic Street Preacher

14 06 2008

Erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so lange auf Tauchstation gewesen bin. Ich könnte das jetzt meiner Krankheit in die Schuhe schieben und sagen meine Labilität oder mein instabiler Lebenswandel hätten mich vom Schreiben abgehalten – vielleicht etwas, aber vor allem war es Faulheit. Sorry folks.

Das Komische daran ist, dass ich ansonsten überhaupt nicht faul gewesen bin. Vielmehr bin ich in den letzten Wochen auf einer Welle geradezu frenetischer Energie geritten. Begonnen hat es etwa kurz vor meinem Abi. Zur der Zeit kam es mir sehr gelegen, dass ich jeden Tag ohne einen Wecker zu stellen gegen Fünf Uhr aufgewacht bin und dabei so fit war, dass ich den größten Teil meines täglichen Lernpensums vor dem Erwachen der familiären Hektik erledigen konnte. Auch eine Nacht ganz ohne Schlaf bremste mich kaum, nicht einmal zwei hintereinander. Auch wenn das eher durchtanzte als durchlernte Nächte waren. Tagsüber war ich beim Lernen dennoch so konzentriert wie der Kaffe den man normalerweise bräuchte um bei einem Durchschnitt von fünf Stunden Schlaf pro Nacht überhaupt noch etwas auf die Reihe zu kriegen. Ich hatte wirklich ein paar sehr produktive Wochen.

Mittlerweile ist von all der Energie fast nur noch ein Echo übrig, nur noch leere Konzentration ohne Kreativität. Der Stift fliegt nicht mehr über das Papier, stattdessen starre ich Ewigkeiten seine bebende Spitze an und lausche dem Gedankenkreisen in meinem Kopf. Ich denke diese „Phase“, was immer es auch war, geht zu Ende.

Die Frage die ins Auge springt ist doch „Sach ma, biste jetzt Borderline oder Bipolar?“

Zuerst will ich sagen, dass dieses Phänomen bei mir zum ersten mal aufgetreten ist, und dass Borderline als meine Diagnose weiterhin feststeht. Ein Verdacht auf bipolare Störung hat nie bestanden. Ich habe mich lange mit der bipolaren Störung beschäftigt, ohne zu vermuten, dass ich darunter leide. Ich weiß, dass Borderline und bipolare Störung selten oder nie zusammen auftreten. Wenn ich mir andererseits die DSM Diagnosekriterien für eine hypomanische Episode durchlese würde ich sagen ich habe die drei erforderlichen in den letzten Wochen erfüllt.

Als Auslöser käme meine Behandlung mit SSRIs in Frage, von denen bekannt ist, dass sie manische Episoden auslösen können. Allerdings nehme ich das Medikament schon seit langem, warum also sollte es jetzt passieren und nicht schon zu Beginn der Einnahme? Vor einiger Zeit hatte ich eine Dosissteigerung, vielleicht ist das eine Erklärung.

Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur eine gute Phase. Möglicherweise bin ich aus einer Verkettung glücklicher Umstande heraus insgesamt gesehen einfach etwas motivierter und etwas stabiler. Ich will nicht sagen dass es in dieser Zeit nicht auch schlechte Tage gegeben hat.

Wer weiß, vielleicht durfte ich in den letzten Wochen erleben wie es sich anfühlt „normal“ zu sein, auch wenn das sicher für jeden etwas anderes ist; oder einfach wie es sich anfühlt ein bisschen mehr so zu sein wie ich gern wäre. Aber so bin ich jetzt jedenfalls nicht mehr, denn ich fange ja schon wieder an krankhafte Ursachen hinter all dem zu vermuten. Ich bin es einfach so sehr gewohnt „krank“ zu sein, dass alles Positive verdächtig ist.





Ohne Titel

4 06 2008

Ich hab mir selbst versprochen in nächster Zeit einen Eintrag zu machen, also hier ist er. Dieser Blog kommt mir nicht mehr so sinnvoll vor wie zu Beginn, deshalb fällt mir das Schreiben auch nicht besonders leicht.

Trotz meines hier schon wieder offenbar werdenden Mangels an Durchhaltevermögen ist es ein Wunder, dass ich nun ganz offiziell verkünden kann, dass ich mein Abi geschafft habe! Oh Gott, ich bin wirklich so froh deswegen. Mit 2,1 liegt der Schnitt auch weit über dem was ich mir zugetraut habe.

Jetzt wo ich diesen Meilenstein erreicht habe, sollte man doch meinen, dass die seichte Wasserfläche, die meine Gefühlswelt repräsentiert, etwas an Ruhe und Stabilität gewonnen hat. Doch das ist wahrscheinlich schon aus dem einfachen Grund nicht möglich, dass allen die sich täglich mit mir herumschlagen müssen langweilig werden würde, sollte ich endlich eine Art Seelenfrieden finden.

Es ist wirklich etwas blödes passiert. Ich glaube ich habe mich in eine meiner besten Freundinnen verliebt. Nur leider hat sie einen Freund. Sie und ich, wir haben die letzten Wochen so viel zeit zu zweit verbracht, dass ich gar nicht mehr daran dachte, dass sie in einer festen Beziehung lebt. Erst als wir dann letzte Woche unterwegs waren, sie mit ihrem Freund, ist mir aufgefallen, wie wahnsinnig Eifersüchtig ich auf ihn war. Ich glaube er hat da bemerkt und deswegen ununterbrochen an ihr rumgemacht, bis sie schon ganz genervt war.

Aber anscheinend macht er sie glücklich, und deswegen kann ich ihr auch nicht sagen, was ich empfinde. Das würde unsere Freundschaft und vielleicht auch ihre Beziehung zerstören. So selbstsüchtig bin nicht einmal ich. Ich möchte wirklich, dass sie glücklich ist, weil sie es verdient hat, weil sie etwas besonderes ist.