… no place to rent in this town.

9 07 2008

Wohnungssuche kann wirklich frustrieren sein. Bisher habe ich 3 Wohnungen besichtigt und jede hatte einen mehr oder weniger offensichtlichen Haken. Der Höhepunkt war eigentlich heute. Um Punkt 19.30 Uhr stand ich vor der Tür dieser Wg. Dem ersten Eindruck nach zu urteilen schienen die Leute ganz Nett zu sein, auch wenn die Umgebung der Wohnung eher im Negativspektrum der Attraktivitätsskala lag. Die Autobahn lag deutlich in Hörweite.

Eine Französin, die nur gebrochen Deutsch sprach, zeigte mir das Zimmer. Es war groß, zur Straße hin. Eigentlich war die ganze Wohnung schrecklich. Alles sah aus als wäre es mit alten Zeitungen tapeziert worden: Grau in Grau von Decke bis zum Boden. Aber der Knüller bestand jedoch darin, dass mir schließlich, nachdem ich alles besichtigt hatte, mitgeteilt wurde, dass man am Tag vorher entschieden hätte, dass man auf der Suche nach einem ausschließlich weiblichen Mitbewohner sei.

Da wurde mir klar, warum die anderen Bewohner mich kaum beachteten und stattdessen am Tisch sitzen blieben und sich eifrig mit einer Frau unterhielten, die ebenso zur Besichtigung gekommen war.

Beim Rausgehen sagte noch jemand „Viel Glück beim nächsten Mal“. Danke. Es ist ja nicht so, dass diese Universitätsstatt weit weg ist. Nur eine Stunde Fahrt, da kann man schonmal vergessen, einem offenbar männlichen Interessenten schon am Telefon zu sagen, dass nur Frauen gesucht werden. Aber was solls. Wer will schon in so ein Loch ziehen. Andererseits sind alle Besichtigungen bisher nicht so gut gelaufen und ich habe immer Angst, dass ich vor Semesterbeginn nichts mehr finde. Ich will einfach möglichst bald hier weg.