Klopf, Klopf…

25 05 2009

Ich fühle mich, als würde ich mit einer Flasche Bombay Sapphire und einem Strauß Lilien vor der Tür stehen, mit den Füßen trippelnd, und hoffen, dass jemand aufmacht.

Ich bin ohne ein Wort verschwunden, das ist so typisch für mich; und jetzt stehe ich wieder hier, allein, und bete, dass man mir keine Vorhaltungen macht.

Im Ernst, mein letzter Eintrag liegt so lange zurück und ich weiß nicht genau, warum ich seitdem nichts mehr geschrieben habe. Es ist so viel passiert, und ich denke, ich war einfach zu beschäftigt damit das Leben zu leben, um darüber zu schreiben. Ich hatte eine lange gute Periode, wirklich. Ich habe mich in einer neuen Stadt eingelebt, mehr oder weniger fleißig studiert, es ins zweite Semester geschafft, Leute kennengelernt, nicht zu viel darüber nachgedacht und die Dinge so genommen, wie sie waren, anstatt darüber zu sinnieren, wie sie sein könnten.

Aber in den stillen Momenten habe ich oft darüber nachgedacht, wieder zu diesem Blog zurückzukehren. Ich hatte aber auch Angst davor, weil er so voll von meinem alten Leben ist, so ein genaues Bildnis eines früheren selbst. Ich habe sehr viel an mir gearbeitet im letzten halben Jahr, und versucht so viele Dinge hinter mir zu lassen und Wunden zu flicken, sowohl an mir als auch in meinem Umfeld. Und genau diese Dinge lauern hier in den Zeilen dieses Blogs.

Puh – ich bin froh, dass ich diese Rückmeldung jetzt endlich hingekriegt habe. Mir haben so lange die Worte dazu gefehlt. Hoffen wir, dass es nicht nur eine Laune war, denn diese eine Sache zu ändern wird wohl noch vieles an Arbeit erfordern – es ist immer ein Leben auf dem Sprung, mit mir.

Und jetzt gehe ich ins Bett. Denn das ist ein weiterer neuer Vorsatz, mehr auf mich zu achten.

Gute Nacht -