Sometimes when I’m dreaming

12 08 2011

Wenn man einen psychischen Schaden hat, ist es eigentlich nicht mehr weit hin, das Klischee zu erfüllen und anzufangen seine Träume zu interpretieren. Ich glaube eigentlich nicht daran, dass Träume eine Bedeutung haben, zumindest nicht mehr als die, die man ihnen selbst beimisst. Aber sie haben irgendwie etwas von dem Kaninchen aus Alice im Wunderland oder der magischen Bohnenstange. So als würden sie der fernen Unterwelt des eigenen Verstands entstammen, wo auch der ganze Mist begraben liegt, der einen zu dem macht was man ist, aber nicht sein will. So als könnten sie einen dahin mitnehmen, wenn man sich an ihnen festhält.

Ich weiß nicht, ob das nur mein Eindruck ist, aber ich glaube, dass viele Leute einen oder mehrere wiederkehrende Träume haben, die sie einen großen Teil ihres Lebens verfolgen.

Ich hatte früher jedenfalls sehr oft einen bestimmten Alptraum. Wenn ich danach aufgewacht bin, hatte ich von Mal zu Mal mehr Angst, er könne sich irgendwann so in meinen Kopf drängen, dass er real wird. Deswegen hatte ich meine ersten Panikattacken. Ich lag nachts im Bett und konnte mich nicht bewegen, aus Angst, wenn ich das Licht anmache, merke ich, dass der Traum wahr geworden ist.

Es ist immer die gleiche Szene. Ich bin allein in einem dunklen Raum. Zuerst ist alles ganz normal und ich denke mir nicht viel dabei. Irgendwie stehe ich dann vor einem Spiegel und ich kann mich nicht richtig darin sehen, weil es zu dunkel ist. Dann schalte ich das Licht ein oder zumindest wird es dann heller; Ich sehe mein Gesicht im Spiegel, sehe mich von allein Seiten an, aber irgendwie ist es komisch. Ich beuge mich vor, um mich genauer zu betrachten- und merke, dass mein Körper sich irgendwie schält, dass ich… verfaule, gänzlich von innen verwese. Das geht ganz schnell und ich sehe nur noch diesen toten Körper im Spiegel und erschrecke erst dann, weil ich vorher gar nicht verstanden habe, was da mit mir passiert. Dieser tote Körper; das bin ich!

Dann wache ich auf.

Gestern hatte ich diesen Traum seit langer, langer Zeit zum ersten mal wieder. Es war so komisch, so komisch vertraut, das Gefühl als ich danach wach lag. Als wäre ich wieder sechzehn. Ich will das nicht alles nochmal durchmachen. Ich will, dass meine Vergangenheit vorbei ist und mich in Ruhe lässt. Ist das denn zu viel verlangt?





Rock’n'Roll Ghost

10 08 2011

Kennt jemand das Gefühl, dass man einfach nichts zu sagen hat, wenn es einem gut geht? Ich hab seit Monaten nichts geschrieben, kein Wort. Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich es noch kann… wo soll ich denn einsteigen? Ich hab gesagt, dass meine Freundin weg ist, und dass ich wieder allein wohne;

Ich fühle mich, als wäre ich kaum noch existent. Wie ein verlorenes Kind in einer riesigen beängstigenden Welt. Dabei dachte ich doch immer, ich wäre ja so klug und wüsste doch alles.

Dieser Moment ist grade so schmerzhaft nostalgisch. Ich sitze am Computer und versuche, mir in ungeschickten Worten eine Existenz zu erschaffen, und alles ist genauso, wie vor damals, bevor ich den Blog so lange verlassen hab. Es hat sich nichts geändert. Ich stehe mit leeren Händen da. Kann mir jemand sagen, wie das jetzt weitergeht? Wo die losen Enden sind, die ich verschnüren muss? Bitte?

Ich kann einfach nichts mehr produzieren. Ich bin wie ein Geist.








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